Inhalt und Aufbau
Inhalt und Aufbau
Das Zielerreichungs- und Verlaufsbewertungsinstrument stellt den Kern der Software „ZiVI-Extremismus – digital“ dar. Ergänzend enthält die Software vier weitere Anwendungsbereiche für die Fall- und Tagesdokumentation, Ablage von fallspezifischen Dateien, Auswertungsmöglichkeiten von bewerteten Risiko- und Schutzfaktoren sowie umfangreiche Eintragungsmöglichkeiten von Stammdaten der zu beratenden Personen. Jeder Anwendungsbereich verfügt zudem über Exportmöglichkeiten (z.B. via Excel), sodass die Informationen z.B. als Grundlage für interne Auswertungen und Übersichten in der Beratungsstelle dienen können.
Weitere Informationen zum Instrument als Kernstück zur Software:
Das Zielerreichungs- und Verlaufsbewertungsinstrument umfasst 33 Risikofaktoren und 17 Schutzfaktoren (50 sogenannte Items). Diese Faktoren zeigen eine hohe Relevanz im Zusammenhang mit Radikalisierung und Deradikalisierung. Sie werden anhand einer fünfstufigen Skala von „nicht vorhanden“ bis „sehr stark vorhanden“ von der Beratungsfachkraft eingeschätzt. Alternativ kann ein Item stets auch mit „keine Information“ oder „keine Relevanz“ bewertet werden.
Anhand dieser Einschätzung lassen sich Entwicklungsbereiche für eine (mutmaßlich) radikalisierte Person identifizieren und priorisieren. Zudem können auch potentielle Selbst- oder Fremdgefährdungssituationen auf diese Weise eingeschätzt werden. In Fällen, in denen kein Kontakt zur Indexperson besteht, können Informationen von Angehörigen oder Personen aus dem nahen Umfeld Grundlage für die Einschätzung sein.
Gruppiert sind die Risiko- und Schutzfaktoren in fünf Kategorien:
Zusätzlich zu den Kategorien umfasst das Instrument noch zwei weitere Bereiche, denen spezielle Risikofaktoren zugeordnet werden: Die Gefährdungseinschätzungsgrundlage (GEG) umfasst Items, die der Einschätzung einer möglichen Selbst- oder Fremdgefährdung bedürfen. Sind hohe Ausprägungsgrade bei (mehreren) GEG-Faktoren vorhanden, ist das Risiko für eine mögliche Gewalttat abzuklären und ggf. die Sicherheitsbehörden einzuschalten.
Drei Items sind außerdem als Akut-Faktoren gekennzeichnet (z.B. Suizidalität). Werden bei diesen hohe Ausprägungsgrade für eine Indexperson festgestellt, besteht sofortiger Handlungsbedarf zur Gefahrenabwehr bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung unter Hinzuziehung fachspezifischer Angebote.
Für die allgemeine Interpretation der Einschätzungen ist bedeutsam, dass das Vorhandensein eines einzelnen Risikofaktors i.d.R. nur wenig Aussagekraft hat, sondern das Zusammenspiel verschiedener Risiko- und Schutzfaktoren und deren Ausprägungsintensität.
„ZiVI-Extremismus – digital“
- erfasst relevante Risiko- und Schutzfaktoren systematisch und bildet die Faktoren übersichtlich in Diagrammen ab,
- nimmt Auswertungen für die Schwerpunktsetzung in der Beratung vor und generiert Übersichten,
- kann den aktuellen Beratungsbedarf eines Falles abbilden (Querschnittauswertung),
- einen Beratungsverlauf darstellen (Längsschnittauswertung),
- Stammdaten anzeigen und statistisch auswerten,
- einen Fokus auf einzelne Beratungsbedarfe setzen,
- eine Grundlage für die Analyse von Selbst- oder Fremdgefährdungssituationen bilden,
- durch die insgesamt fünf Anwendungsbereiche (Instrument, Auswertung, Falldokumentation, Ablage, Stammdaten) eine umfassende digitale Fallakte bilden.
Durch die Verwendung von „ZiVI-Extremismus – digital“ können Einschätzungen der Fachkräfte insgesamt nachvollziehbar dokumentiert und begründbar dargestellt werden. In Ausnahmesituationen, wie z. B. bei Gerichtsverfahren oder in (drohenden) Gefahrensituationen, unterstützt „ZiVI-Extremismus-digital“ die Fallanalyse.
Das Instrument „ZiVI-Extremismus – digital“ umfasst 33 Risikofaktoren und 17 Schutzfaktoren (50 sogenannte Items). Diese Faktoren zeigen eine hohe Relevanz im Zusammenhang mit Radikalisierung und Deradikalisierung. Sie werden anhand einer fünfstufigen Skala von „nicht vorhanden“ bis „sehr stark vorhanden“ von der Beratungsfachkraft eingeschätzt.
Anhand dieser Einschätzung lassen sich Entwicklungsbereiche für eine Person, die sich (mutmaßlich) radikalisiert hat, identifizieren und priorisieren. Zudem können auch potentielle Selbst- oder Fremdgefährdungssituationen auf diese Weise eingeschätzt werden. In Fällen, in denen kein Kontakt zur Indexperson besteht, können Informationen von Angehörigen oder Personen aus dem nahen Umfeld Grundlage für die Einschätzung sein.
Gruppiert sind die Risiko- und Schutzfaktoren in fünf Kategorien:
Bestimmte Risikofaktoren sind bei hoher Ausprägung sogenannte Akut-Faktoren. In diesen Fällen verweist die Dokumentation auf einen sofortigen Handlungsbedarf (z.B. bei Suizidalität).
Für die Interpretation der Einschätzungen ist bedeutsam, dass das Vorhandensein eines einzelnen Risikofaktors nur wenig Aussagekraft hat, sondern das Zusammenspiel verschiedener Risiko- und Schutzfaktoren und deren Ausprägungsintensität.
„ZiVI-Extremismus – digital“
- bildet die Faktoren übersichtlich in Diagrammen ab,
- nimmt Auswertungen für die Schwerpunktsetzung in der Beratung vor,
- kann den aktuellen Beratungsbedarf eines Falles abbilden (Querschnittauswertung),
- einen Beratungsverlauf darstellen (Längsschnittauswertung),
- Basis-/Stammdaten anzeigen und statistisch auswerten,
- einen Fokus auf einzelne Beratungsbedarfe setzen,
- eine Grundlage für die Analyse von Gefährdungssituationen bilden,
- eine umfassende digitale Falldokumentation (Fallakte) ermöglichen.
Durch die Verwendung des Instruments können Einschätzungen der Fachkräfte insgesamt nachvollziehbar dokumentiert und begründbar dargestellt werden. In Ausnahmesituationen, wie z. B. bei Gerichtsverfahren oder in (drohenden) Gefahrensituationen, unterstützt „ZiVI-Extremismus-digital“ die Fallanalyse.